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Sonderforschungsbereich 699

Strukturelle, physiologische und molekulare Grundlagen der Nierenfunktion

Über den SFB

Forschungsprogramm

Primäre Nierenerkrankungen und systemische Erkrankungen, welche ihren Ursprung in Nierenfehlfunktionen nehmen, sind weltweit im Zunehmen begriffen. Derzeit sind etwa 10% der Bevölkerung von Nierenerkrankungen betroffen. Für Nierenerkrankungen steht mittlerweile eine Reihe von effektiven Behandlungsverfahren bis hin zur Nierentransplantation zur Verfügung. Allerdings ist die Behandlung in den meisten Fällen nur symptomatisch möglich, eine Behandlung im Sinne einer restitutio ad integrum ist nur in seltenen Fällen erfolgreich. Der wesentliche Grund hierfür liegt in den immer noch lückenhaften Kenntnissen über die Kausalmechanismen auf Organ- und Zellebene, die zunächst zur Fehlfunktion einzelner Nierenleistungen führen und die sich dann zu Nieren- bzw. systemischen Erkrankungen weiterentwickeln.

Ziel des SFB 699 ist es, durch Bündelung verschiedener Fachkompetenzen das Verständnis der Nierenfunktion auf molekularer, zellulärer und organintegrativer Ebene voranzutreiben, um damit eine verbreiterte Basis für das kausale Verständnis der Pathophysiologie der Niere und damit für Nierenfehlfunktionen und Nierenerkrankungen schaffen. Die einzelnen Teilprojekte des SFB 699 werden in Ansätzen angegangen, die sich jeweils vom Gen über das Protein, die Funktion in Zelle und Organ bis hin zur Funktion der Niere im intakten Organismus erstrecken. Die Brücke zur Pathophysiologie wird durch die Generierung und den Einsatz gentechnisch veränderter Tiere sowie durch die Analyse menschlichen Gewebes geschlagen.

Im Fokus der dritten Antragsperiode des SFB 699 stehen die Transportfunktion der Niere, das Renin-Angiotensin-System, sowie Aspekte der Entwicklung und Differenzierung.

Förderung

Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Beginn der ersten Förderperiode: 01.01.2006
Beginn der zweiten Förderperiode: 01.01.2010
Beginn der dritten Förderperiode: 01.01.2014